Fach­Wissen für Hoch­schulen & Akkre­di­tierer

Empfehlungen im Rahmen der Konzeption und Akkreditierung von Wirtschaftspsychologie-Studiengängen

Im Studiengebiet der Wirtschaftspsychologie ist aktuell ein sehr großes Wachstum zu verzeichnen. Sehr viele neue Studiengänge - insbesondere auch an privaten Hochschulen - entstehen und werden einer Akkreditierung unterzogen. Die Heterogenität der entstehenden Studienprogramme macht es den akkreditierenden Agenturen und ihren Gutachter*innen nicht immer leicht, die Angemessenheit des Curriculums für das entsprechende Studienfach zu beurteilen.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) hat Richtlinien für Psychologie-Studiengänge entwickelt, die primär für einen polyvalenten universitären Psychologie-Bachelor konzipiert sind und damit nur teilweise auf die deutlich spezifischeren, interdisziplinärer zusammengesetzten und berufsqualifizierend ausgerichteten Bachelorstudiengänge der Wirtschaftspsychologie übertragbar sind. An dieser Stelle entsteht für Gutachter*innen in Akkreditierungsverfahren wirtschaftspsychologischer Studiengänge die Herausforderung, eigene Gütemaßstäbe zu entwickeln und auch im Verfahren durchzusetzen.

Auch das Qualitätssiegel der DGPs für Masterstudiengänge der Wirtschaftspsychologie, das spezifisch auf wirtschaftspsychologische Studiengänge ausgerichtet ist, ist für Gutachter*innen nur zum Teil hilfreich, weil es zwar Informationen über gütesiegelwürdige curriculare Inhalte und Rahmenbedingungen gibt, aber nicht als Mindeststandard bei der Akkreditierung herangezogen werden kann.

Zur Unterstützung der Gutachter*innen in diesen Verfahren hat sich die GWPs als der wissenschaftliche Fachverband für wirtschaftspsychologische Studiengänge in Deutschland der Aufgabe gewidmet, aus ihrer fachlichen Expertise heraus Empfehlungen für Curricula in Wirtschaftspsychologie-Studiengängen zu entwickeln und diese den Akkreditierungsagenturen als unterstützendes Instrument zur Beurteilung der Qualität der Curricula an die Hand zu geben. Viele unserer Mitglieder sind selbst als Gutachter*innen für den Wissenschaftsrat sowie für Akkreditierungsagenturen tätig und kennen daher den Bedarf an einheitlichen Empfehlungen und Richtlinien, die die Diskussion im Gutachter*innengremium erleichtern. Gerne möchten wir damit einen Beitrag leisten, die Qualität von Studienprogrammen der Wirtschaftspsychologie zu sichern und damit auch einen Missbrauch des beliebten Labels „Wirtschaftspsychologie“ zu verhindern.

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