Satzung der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie e. V.


§ 1 Name und Sitz

Der Verein führt den Namen „Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie (GWPs)“ mit dem Zusatz „e.V.“ nach Eintragung und hat seinen Sitz in Lüneburg. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

 

§ 2 Zweck

Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Lehre der Wirtschaftspsychologie, insbesondere durch:

 

  1. Förderung der Kommunikation und Kooperation in wirtschaftspsychologischer Lehre, Forschung und Beratung an Fachhochschulen,
  2. Mitarbeit in Gutachtergremien zu Forschungs- und Entwicklungsvorhaben,
  3. Organisation von Fachtagungen,
  4. Förderung von Publikationsmöglichkeiten,
  5. Hochschulpolitische Interessenvertretung der Lehrenden an Fachhochschulen im Bereich der Wirtschaftspsychologie gegenüber Ministerien, Hochschulleitungen und psychologischen Verbänden sowie Teilnahme an diesbezüglichen Arbeitsgruppen und Gremien,
  6. Mitarbeit bei der Begutachtung wirtschaftspsychologischer Studiengänge durch Evaluationsagenturen,
  7. Öffentlichkeitsarbeit, Kontaktpflege zu Wirtschaftsunternehmen und -verbänden sowie anderen Organisationen,
  8. Förderung internationaler Kontakte.

 

§ 3 Mittelverwendung

Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 4 Vermögensverwendung

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der GWPs an den Stifterverband für die deutsche Wissenschaft e.V.

 

§ 5 Mitgliedschaft, Beiträge

  1. Mitglieder können einzelne Personen werden.
  2. Eine ordentliche Mitgliedschaft hat folgende Voraussetzungen:
    1. Hauptamtliche Tätigkeit an einer Fachhochschule mit einem Schwerpunkt in Wirtschaftspsychologie und
    2. Diplom in Psychologie oder Wirtschaftspsychologie sowie Promotion (Bachelor, Master, Promotion oder andere Grade in Psychologie können als Äquivalent des Diploms anerkannt werden; eine Professur wird ggf. als Äquivalent einer Promotion angesehen) und
    3. Mindestens dreijährige Berufspraxis (mit wirtschaftspsychologischem Bezug) außerhalb des Hochschulbereichs.
    4. Eine Professur in einem wirtschaftspsychologischen Gebiet gilt als Äquivalent zu den Voraussetzungen a, b und c.
  3. Eine assoziierte Mitgliedschaft hat folgende Voraussetzungen:
    1. Diplom in Psychologie oder Wirtschaftspsychologie an einer Hochschule (Bachelor, Master, Promotion oder andere Grade in Psychologie können als Äquivalent anerkannt werden) oder ein entsprechender Abschluss in einem Studium mit wirtschaftspsychologischen Schwerpunkt
  4. Eine studentische Mitgliedschaft oder eine Gastmitgliedschaft haben folgende Voraussetzungen:
    1. Studentische Mitgliedschaft: Reguläres Studium der Wirtschaftspsychologie oder der Psychologie mit einem wirtschaftspsychologischen Schwerpunkt
    2. Gastmitgliedschaft: Hochschulabschluss in einem nicht-psychologischen Studiengang mit Bezug zur Wirtschaftspsychologie
  5. Art und Höhe der Mitgliederbeiträge werden in einer Beitragsordnung geregelt. Die Beitragsordnung wird von der Mitgliederversammlung beschlossen.

 

§ 6 Beginn der Mitgliedschaft

  1. Die Aufnahme erfolgt auf schriftlichen Antrag der Bewerberin oder des Bewerbers, über den das Präsidium entscheidet.
  2. Mit Mitgliedschaft beginnt mit dem Tag des Eingangs des Antrags; das Präsidium kann auf Antrag abweichende Daten festlegen.
  3. Ehrenmitglieder haben sämtliche Rechte und Pflichten der ordentlichen Mitglieder; ein Verbandsbeitrag wird von ihnen nicht erhoben.

 

§ 7 Ende der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet:
    1. durch schriftliche Austrittserklärung des Mitglieds;
    2. mit dem Tode des Mitglieds;
    3. durch Ausschluss des Mitglieds; er ist zulässig,
      1. wenn ein Mitglied seine Berufs‑ oder Kollegialitätspflichten als Psychologin/Psychologe grob verletzt, gegen die Berufsordnung für Psychologinnen und Psychologen verstößt oder den berechtigten Interessen des Verbandes erheblich zuwiderhandelt oder
      2. wenn ein Mitglied nach einer Zweitaufforderung, in der auf die Folgen hingewiesen wird, den Mitgliedsbeitrag nicht innerhalb eines Monats zahlt
  2. Der Ausschluss erfolgt auf Beschluss des Präsidiums. Dem Mitglied ist zuvor rechtliches Gehör zu gewähren.
  3. Mit dem Ende der Mitgliedschaft erlöschen alle Pflichten und Rechte des Mitglieds aus der Mitgliedschaft; die bis zum Ende der Mitgliedschaft entstandenen Verbindlichkeiten des Mitglieds gegenüber dem Verband bleiben in Kraft.

 

§ 8 Organe

Organe des Verbandes sind das Präsidium und die Mitgliederversammlung.

 

§ 9 Präsidium

  1. Das Präsidium besteht aus dem Präsidenten / der Präsidentin und zwei weiteren Mitgliedern (jeweils Vizepräsident / Vizepräsidentin). Das Präsidium bildet den Vorstand im Sinne des BGB.
  2. Jedes Präsidiumsmitglied wird auf jeweils zwei Jahre gewählt. Wiederwahl ist zulässig.
  3. Der Präsident / die Präsidentin wird von der Mitgliederversammlung in je einem besonderen Wahlgang gewählt. Gewählt ist, wer die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhält. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.
  4. Die übrigen Mitglieder des Präsidiums werden in der Weise gewählt, dass diejenigen als gewählt gelten, die die meisten Stimmen auf sich vereinigt haben. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.
  5. Die Präsidiumsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit solange im Amt, bis an ihrer Stelle neue Präsidiumsmitglieder gewählt worden sind und das Amt angetreten haben.
  6. Alle Präsidiumsämter werden unentgeltlich verwaltet; bare Auslagen und Reisekosten in Verbandsangelegenheiten können erstattet werden.

 

§ 10 Geschäftsführung und Vertretung

  1. Das Präsidium besorgt alle Geschäfte des Verbands, soweit sie nicht der Mitgliederversammlung vorbehalten sind. Es verteilt die Geschäfte unter sich; es bestellt insbesondere eines seiner Mitglieder zum Schatzmeister / zur Schatzmeisterin, der / die die Finanzgeschäfte des Verbands zu führen hat.
  2. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Präsidenten/der Präsidentin oder durch einen der Vizepräsidenten/der Vizepräsidentinnen vertreten. Die Vizepräsidenten/die Vizepräsidentinnen sind angewiesen, von ihrer Vertretungsbefugnis nur im Falle einer nicht nur kurzfristigen Verhinderung des Präsidenten/der Präsidentin Gebrauch zu machen. Im Verhinderungsfall ist das Mitglied des Präsidiums, das ihm am längsten angehört, zur Vertretung berechtigt, danach das Mitglied des Präsidiums, das ihm am zweitlängsten angehört. Bei gleich langer Angehörigkeit ist das Mitglied zur Vertretung berechtigt, das bei den Präsidiumswahlen die höhere Stimmenzahl erreicht hat, danach das Mitglied des Präsidiums, das die geringere Stimmenzahl erreicht hat. Im Falle gleicher Stimmenzahl ist das Mitglied mit dem höheren Lebensalter, danach das nächst jüngere Mitglied zur Vertretung berechtigt. Diese Regelung hat keine Außenwirkung.
  3. Das Präsidium ist nur bei Anwesenheit von mindestens zwei stimmberechtigten Mitgliedern beschlussfähig. Es beschließt mit einfacher Mehrheit der Erschienenen; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Präsidenten.
  4. Über alle Beschlüsse des Präsidiums ist eine Niederschrift zu fertigen und von dem protokollführenden Präsidiumsmitglied zu unterzeichnen.
  5. Das Präsidium hat der ordentlichen Mitgliederversammlung über seine Tätigkeit sowie die Finanzgeschäfte und das Verbandsvermögen Bericht zu erstatten.

 

§ 11 Aufgaben der Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung entscheidet über alle Geschäfte des Verbandes, die nicht vom Präsidium zu erledigen sind.
  2. Die Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:
    1. Wahl des Präsidiums und Entscheidung über Vertrauensfragen;
    2. Entgegennahme des Jahresberichtes des Präsidiums über seine Tätigkeit;
    3. Entgegennahme des Jahresabschlusses und des Vermögensberichtes des Präsidiums;
    4. Entgegennahme des Berichtes der Rechnungsprüfer;
    5. Entlastung des Präsidiums;
    6. Wahl von zwei Rechnungsprüfern, deren Wiederwahl zulässig ist, zwecks Prüfung von Jahresabschluss und Vermögensbericht;
    7. Festsetzung der Beiträge;
    8. Entscheidung über Satzungsänderungen sowie Einrichtung und Änderungen von Sonderordnungen für bestimmte Aufgabenbereiche, die Bestandteil der Satzung sind;
    9. Entscheidung über Einsprüche gegen Maßnahmen des Präsidiums;
    10. Entscheidung über Auflösung des Verbandes und Verwendung des Verbandsvermögens.

 

§ 12 Zeitpunkt und Vorbereitung der Mitgliederversammlung

  1. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet alljährlich einmal statt.
  2. Außerordentliche Mitgliederversammlungen können jederzeit einberufen werden. Die Einberufung muss erfolgen, wenn mindestens 5 v.H. der ordentlichen Mitglieder dies unter Angabe des Gegenstandes der Beratung oder Beschlussfassung sowie Anführung der Gründe schriftlich beim Präsidium beantragen. Die Einberufungsfrist beträgt mindestens drei Wochen.
  3. Die Ladung kann durch einfachen Brief (Papier) über die Post oder anstelle eines Papierbriefes durch einen elektronischen Brief (E-Mail) erfolgen.
  4. Der Präsident / die Präsidentin muss jeden Antrag auf die Tagesordnung setzen, der von mindestens zehn ordentlichen Mitgliedern bis spätestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung schriftlich gestellt wird. Der Präsident / die Präsidentin hat den Antrag tunlichst vor der Versammlung den Mitgliedern mitzuteilen; insoweit gelten die Vorschriften des Abs. 3 Satz 2 entsprechend. Die Reihenfolge der Behandlung der Anträge im Rahmen der Tagesordnung wird von dem Präsidenten / der Präsidentin bestimmt.

 

§ 13 Durchführung der Mitgliederversammlung

  1. Den Vorsitz in der Mitgliederversammlung führt der Präsident / die Präsidentin; bei seiner / ihrer Verhinderung eines der übrigen Präsidiumsmitglieder in der Reihenfolge gemäß § 8 Abs. 2. Alle Mitglieder haben das Recht, an der Mitgliederversammlung teilzunehmen und Anträge zu stellen.
  2. Jede ordnungsgemäß einberufene Versammlung ist beschlussfähig, solange mindestens die Hälfte der bei der Eröffnung der Mitgliederversammlung anwesenden ordentlichen Mitglieder zugegen sind.
  3. Über Gegenstände, die nicht auf der Tagesordnung stehen, kann die Versammlung nur beraten und beschließen, wenn mindestens 2/3 der anwesenden ordentlichen Mitglieder damit einverstanden sind.
  4. Jedes ordentliche Mitglied hat eine Stimme; eine Vertretung in der Mitgliederversammlung ist nicht zulässig.
  5. Soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften oder Bestimmungen dieser Satzung entgegenstehen, werden alle Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der / des Vorsitzenden. Im Falle der Vertrauensfrage gilt bei Stimmengleichheit das Vertrauen als verweigert.
  6. Art und Form der Abstimmung bestimmt der Präsident / die Präsidentin, bei Widerspruch gegen ihre / seine Bestimmung die Versammlung. Die Wahlen erfolgen durch Stimmzettel, die Mitgliederversammlung kann jedoch mit Dreiviertel‑Mehrheit beschließen, dass Wahlen durch Akklamation oder durch öffentliche Stimmabgabe erfolgen. § 7 Abs. 3 bleibt unberührt.
  7. Über die Mitgliederversammlung ist durch einen / einer von dem Präsidenten / der Präsidentin zu bestimmenden Protokollführer / ‑in eine Niederschrift aufzunehmen, die bald danach von dem Protokollführer / der Protokollführerin zu unterschreiben ist. Es ist eine Anwesenheitsliste zu führen, die der Niederschrift als Anlage beizufügen ist.

 

§ 14 Satzungsänderungen, Auflösung

  1. Beschlüsse über die Änderung der Satzung sowie die Auflösung des Verbandes bedürfen einer Mehrheit von Zweidrittel der erschienenen ordentlichen Mitglieder. Über Satzungsänderungen kann nur beraten und beschlossen werden, wenn dies in der Ladung zur Mitgliederversammlung als Tagesordnungspunkt angegeben ist.
  2. Die Auflösung des Verbandes kann nur eine von mindestens Dreiviertel der ordentlichen Mitglieder besuchte Versammlung beschließen; Entsprechendes gilt, wenn diese Bestimmung der Satzung geändert werden soll.

 

 


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